Auf den ersten Blick habe ich vermutlich nichts mit deinem Thema gemeinsam. Seit zwanzig Jahren glücklich verheiratet. Zwei gesunde, hübsche Kinder. Meinen Traum wahr gemacht und auf eine tropische Insel gezogen. Fehlt eigentlich nur noch das Reihenhaus mit Golden Retriever – den hatten wir übrigens mal.
Und trotzdem kenne ich toxische Dynamiken gut. Sehr gut sogar. Ich bin damit aufgewachsen. Ich habe es in meinen Partnerschaften wiederholt.
Es hat viele Jahre gedauert, diese Identität abzulegen... selbst als ich schon Coach war. Ein Teil von mir war sogar stolz darauf, wenn man mir sagte, wie liebevoll und gefestigt ich wirke – bei meiner Vergangenheit.
Ich weiß, wie es ist, wenn dein Umfeld nicht versteht, warum du bei einem harmlosen Satz zusammenzuckst. Warum du dich entschuldigst, obwohl du nichts falsch gemacht hast. Oder wenn du keine Vorstellung davon hast, wie es wirklich anders sein könnte.
Wenn du mit toxischen Dynamiken aufwächst, stellt sich deine Wahrnehmung darauf ein. Du siehst die Welt durch diese Brille, siehst wiederkehrend narzisstische Muster, fühlst dich schnell verunsichert und angegriffen. Du wunderst dich, warum du diesen Menschen immer wieder begegnest oder sie förmlich anziehst.
So ging es mir auch lange, aber ich habe Antworten gefunden und Lösungen entwickelt. In eigenen Coachings, Fortbildungen und durch Klientinnen mit ähnlicher Geschichte habe ich herausgefunden, wo die stärksten Hebel liegen.
Ich helfe dir nicht, eine harte Schale zu bekommen, sondern eher das Gegenteil: Sanftheit, die du dir erlauben kannst, damit du dich spürst. Stabilität, die dir hilft, wieder zu vertrauen – und leichter zu erkennen, wer dir gut tut und wer nicht.
Weißt du, was als Erstes verschwindet, wenn du durch toxische Dynamiken erschöpft bist? Nicht deine Kompetenz. Nicht dein Verstand. Deine Wärme. Deine Lebensfreude.
Genau die hole ich zurück. Mit allem, was ich in zwanzig Jahren gelernt habe.
"Du bist nicht die Summe deiner Erfahrungen.
Du bist viel, viel mehr als das."